Editorial

Alles neu macht die Fünf

Nein, es ist nicht automatisch eine Tugend, ständig alles ändern zu wollen. Aber ein bisschen Selbstkritik schadet nicht – bei der Arbeit auf der Intensivstation ebenso wenig wie sonst im Leben. In diesem Sinne haben wir uns nach inzwischen vier Ausgaben des Newsletters Der PAD-Manager eine kurze Atempause gegönnt. Wir haben im Laufe des Sommers die bisherigen Ausgaben studiert und überlegt, was wir besser machen können.

Das Ergebnis, die Ausgabe 5 des PAD-MANAGER, liegt jetzt in Ihrem Postfach. Willkommen zurück! Die wichtigste Änderung betrifft Umfang und Erscheinungsrhythmus. DER PAD-MANAGER wird künftig häufiger als bisher erscheinen, dafür jedoch kompakter ausfallen. Statt langer Textwüsten erwarten Sie kurze, prägnante, praxisnahe Artikel rund um das Management von Schmerz, Agitation und Delir. In bewährter Manier wollen wir dabei sowohl die intensivmedizinisch tätigen Ärzte als auch das Pflegepersonal ansprechen und sind gespannt auf Ihre Rückmeldungen.

Den Schwerpunkt der Ausgabe, die Sie jetzt vor sich haben, bilden die Leitlinien. Ihnen werden wir uns über eine eher ungewöhnliche, nämlich die juristische Flanke, nähern: Was bedeutet es eigentlich, wenn eine Leitlinie bestimmte Standards setzt, etwa für die Delirprävention, diese aber in der Praxis nicht eingehalten werden? Wer ist verantwortlich und kann zur Rechenschaft gezogen werden? Der Chefarzt? Der Facharzt? Die pflegerische Stationsleitung? Kein einfaches Feld, in das sich der Berliner Rechtsanwalt und Strafverteidiger Richard Radtke für uns wagt.

Ebenfalls beschäftigen wird uns die im Jahr 2017 vorgelegte evidenz- und konsensbasierte Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Anästhesiologie (ESA) zum postoperativen Delir, die wir uns in der aktuellen Ausgabe etwas genauer ansehen wollen. Die ESA-Guideline ergänzt und erweitert die deutsche S3-Leitlinie Analgesie, Sedierung und Delirmanagement (DAS-Leitlinie) aus dem Jahr 2015 vor allem bei der Prämedikationsambulanz und bei den Prozessen im Aufwachraum. Diese Bereiche sollte auch jeder Intensivmediziner, der sich dem PAD-Management verschreiben möchte, zumindest im peripheren Blick haben. Denn wir haben es an dieser Stelle schon häufiger gesagt und sagen es immer wieder: PAD-Management ist Mannschaftssport.

Noch kein Thema wird in dieser Ausgabe übrigens das frische Update der US-amerikanischen PAD-Guidelines namens PADIS sein, das wir Ihnen aber dennoch nicht vorenthalten wollen: Falls Sie also ohnehin gerade im Leitlinienmodus sind und die Empfehlungen der US-Kollegen schon einmal auf Englisch studieren möchten, werden Sie hier fündig: PADIS-Guidelines im Original. Oder Sie warten einfach die kommende Ausgabe 6 des PAD-MANAGER ab, in der wir Ihnen die Neuheiten von jenseits des Atlantiks ganz im Sinne unserer guten Vorsätze aufbereiten werden: kurz, prägnant und praxisnah.

Wir wünschen eine informative Lektüre. Bleiben Sie uns und den Leitlinien treu.

Herausgeber: ORION Pharma GmbH, Notkestraße 9, 22607 Hamburg
Tel +49 (0) 40 / 89 96 89 - 0

Wie hat Ihnen diese Ausgabe gefallen?

Empfehlen Sie uns weiter

Der Nachdruck oder die Übernahme einzelner Inhalte ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung gestattet. Alle Rechte vorbehalten.

 

No 5